Zurück geben, um vorwärts zu kommen

Wir bei Horizonte Coffee Roasters streben unaufhörlich danach, die Qualität unserer Arbeit und unserer Produkte zu verbessern. Von A bis Z, oder passender, vom Baum zur Tasse.

Für unsere Kaffeeliebhaber bedeutet das: jeder Schluck ist die bestmögliche Horizonte Kaffeeerfahrung.

Für unser Partner bedeutet das: eine Zusammenarbeit mit Horizonte ist untrennbar mit nachhaltigen Geschäftspraktiken und Fair Trade verbunden.

Horizonte Gründer Christoph Sauser hat durch seine Stiftung songo.info immer wieder direkt erlebt, wieviel Positives man in einer Gemeinschaft ausrichten kann. Die Songo Academy wurde 2008 in Stellenbosch, Südafrika, gegründet und unterstützt seitdem unterprivilegierte Kinder in ihrem Weg in eine sichere und bessere Zukunft durch ein Ausbildungs– und Sportprogramm.

Für uns bei Horizonte liegt es auf der Hand, in unsere Partner zu investieren. So kann Kaffee noch besser werden. Entsprechend überrascht es nicht, dass dieses Thema aufkam, als sich Christoph Sauser erst neulich mit dem Kaffeebauern Gerardo Franco in Kolumbien unterhielt.

Gerardo produziert großartige Espressobohnen auf seiner kleinen Farm La Fincha, die auf einem Gebirgskamm nahe der Stadt Anserma liegt.

Gerado (47 Jahre) baut seit über 30 Jahren Kaffeebohnen an. Aktuell kultiviert er rund 8000 Kaffeepflanzen auf einer Höhe von 1860m. Seine preisgekrönten Bohnen haben ausgesprochene süße und nussig-schokoladige Untertöne.

Als Gerardo die Anbaumethode erklärte, wurde schnell klar: wenn er seine eigene Maschine für die Verarbeitung der Ernte hätte, würde dies den gesamten Ablauf komplett revolutionieren.

Gerardo teilt sich eine solche Maschine mit dem Rest seiner Familie, die auf einer Farm rund zehn Gehminuten entfernt lebt. Die gemeinsame Nutzung bedeutet aber auch, dass Gerardo seine gesamte Ernte zum Pulpen, Waschen und Trocknen dorthin schaffen muss – und alles wieder zurücktransportiert, sobald die Bohnen getrocknet sind. Dazu kommen die täglichen Wege zwischen den beiden Farmen.

In Zusammenarbeit mit Siruma Coffee, unseren Partnern in Kolumbien, hat Horizonte einen beträchtlichen finanziellen Zuschuss geleistet, damit sich Gerardo eine eigene Ernteverarbeitungsmaschine auf seiner Farm bauen kann.

Es ist keine wohltätige Gabe, es ist eine Starthilfe. Siruma und Gerardo selber werden jeweils den gleichen Betrag beisteuern.

Mit einer eigenen Verarbeitungsmaschine wird Gerardo wesentlich effizienter arbeiten können. Sobald die Kaffeebohnen gepflückt sind, werden sie in einen manuell betriebenen Depulper gegeben, von dem aus sie direkt in die Waschbassins fallen. Dort fermentieren sie 16 Stunden, danach werden sie dreifach gewaschen. So kann man überreife Bohnen entfernen, die „Floaters“ genannt werden.

Nach einem Nespresso-Workshop in der lokalen Kooperative hat Gerardo seine Fermentierungsmethode verfeinert, aber die traditionelle Lufttrocknung bleibt unangetastet: Die Kaffeebohnen werden dafür auf speziellen Trockenbetten ausgebreitet und bleiben dort – je nach Wetter – mehrere Wochen, bis sie den idealen Feuchtigkeitsgehalt erreicht haben. (11% Feuchtigkeit)

Erst danach bringt Gerardo seine Bohnen zur Kooperative, wo sie eingetütet und zu Horizonte Coffee Roasters in die Schweiz geschickt werden.

Als Zeichen dafür, wie sehr wir Fair Trade und die Arbeit von Farmern wie Gerardo schätzen, bezahlt Horizonte mehr als den marktüblichen Preis für alle Kaffees, die über unseren lokalen Partner Siruma kommen.

Unser Ziel ist, hervorragenden Kaffee zu anzubauen, anzubieten und zu genießen – entsprechend ist es nur fair, dass unsere Farmer auch für ihre exzellenten Produkte belohnt werden.

Horizonte Kaffee wird Gerardo Francos Kaffee als Single-Estate Espresso anbieten, sowie als Blend mit sorgfältig ausgewählten äthiopischen Bohnen.

Die Pläne für Gerardos Ernteverarbeitungsmaschine sind bereits erstellt und der Aufbau wird Anfang 2019 abgeschlossen sein.

Bald gibt’s hier Fotos von seiner neuen Anlage...